Fotografieren bei Gottesdiensten
Die Frage des Fotografierens bei Gottesdiensten war im Presbyterium wiederholt Thema. Angestoßen wurde die Diskussion durch zwei Punkte. Zum einen das von vielen Gottesdienst- besucherInnen als außerordentlich störend empfundene Fotografieren während des Gottesdienstes. Zum anderen Videoaufnahmen, die unbeeindruckt vom dem, was gerade im Gottesdienst passiert, gemacht werden. Es gibt Menschen, die es stört, dass man sie beim Beten filmt.
Was das Fotografieren angeht, war schnell eine Einigkeit darüber hergestellt, dass dies im Gottesdienst – da verbunden mit erheblichen Störungen (Laufen, Blitzen sowie andauernden Geräuschen, wenn der Film automatisch zurückspult) nicht geschehen soll. Also: Fotografieren ist während der Gottesdienste verboten, da es den Gottesdienst stört.
In Bezug auf Videoaufnahmen war die Entscheidung schwerer. Denn wenn von einem festen Ort aus Videoaufnahmen gemacht werden, ist damit nicht unbedingt eine Störung des Gottesdienstes verbunden. Aber es galt eben auch zu berücksichtigen, dass es Menschen gibt, die nicht beim Beten gefilmt werden wollen. So hat das Presbyterium entschieden, dass Videoaufnahmen während der Gottesdienste gestattet sind, allerdings nur von der Empore aus, damit Menschen, die ungestört beten wollen, nicht von vorne aufgenommen werden können. Das Presbyterium hat sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht, hofft aber einen Beschluss gefasst zu haben, der zum einen das Persönlichkeitsrecht des Einzelnen schützt, zum anderen dem Wunsch nach Festhalten eines wichtigen Lebensabschnitts respektiert.
Einzige Ausnahme: Bei Hochzeiten darf ein von den Brautleuten bestimmter Fotograf bzw. eine Fotografin Fotos machen.
Vor oder nach den Gottesdiensten ist das Fotografieren natürlich erlaubt.