Die Ketzberger Kirche blickt auf eine über 140-jährige Geschichte zurück. Die Grundsteinlegung der Ketzberger Kirche erfolgte am 18. Juni 1871. Nach zweijähriger Bauzeit wurde sie am 23. Oktober 1873 eingeweiht. In ihrer Geschichte hat die Kirche manche Erneuerung erlebt, ist mancher Schaden aufgetreten, so etwa ein Brand im Jahre 1979. Zum 125. Jubiläum sollte die Kirche 1998 einen neuen Innenanstrich bekommen. Allerdings ergab eine Untersuchung der Bausubstanz, dass nur eine aufwändige Sanierung dafür garantiert, dass die zu gewinnende Schönheit auch eine bleibende sei.
So erhielt die Kirche Ihr derzeitiges Gesicht bei der Sanierung in den Jahren 2000 und 2001, die unter dem Motto “Substanz für die Zukunft - Sanierung der Evangelischen Kirche Ketzberg” stand.
Im Zuge dieser Sanierung - unter Federführung des Architekten Büros Großkemm und Richard - erhielt die Kirche eine Querisolierung, eine neue, abgedichtete Bodenplatte, eine neue Heizung, eine neue Seitentür, fünf neue Fenster, eine neue Bestuhlung, einen barrierefreien Zugang, eine Garderobe, einen Aufenthaltsraum für Kinder, eine Toilette, sowie einen direkten Zuweg zum Friedhof, sowie eine komplett neue Elektroinstallation.
Für all diese Arbeiten musste natürlich auch ein entsprechendes Entgelt gezahlt werden. Fast 1,3 Millionen Euro betrugen die Sanierungskosten am Ende. Ein großer Teil dieser Summe musste über Kredite finanziert werden. Die Finanzen der Gemeinde werden durch die Zinsen und Tilgung dieser Kredite derzeit mit ca 50.000 Euro jährlich belastet. 
Ein Verein “Freunde der Ketzberger Kirche e.V.” hat sich gegründet, der der Gemeinde hilft, die Lasten der Sanierung zu mindern.
Eine Besonderheit der Kirche ist die im Jahr 1998 errichtete Photovoltaikanlage auf dem Kirchendach. Diese Anlage wurde mit Hilfe von Spenden und Zuschüssen des Landes Nordrhein-Westfalen aus dem Jahresüberschuss finanziert. Sie produziert etwa 7.000 Kilowattstunden Strom im Jahr, ohne dabei die Luft zu belasten, wie es durch herkömmliche Stromerzeugung (Öl, Gas, Kohle, Atomkraft) geschieht. Wir sehen in dieser Anlage einen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung und hoffen auf viele Nachahmer. Der erzeugte Strom wird in das Netz der Stadtwerke eingespeist. So erhalten wir im Moment ca. 4000 Euro jährlich an festen Einnahmen.