Freizeittagebuch aus Sjövik

Am Sonntagabend geht es los!

Jetzt ist es fast so weit. Am Samstag ist der Check-In und am Sonntag um 18:00 Uhr startet dann die Jugendfreizeit nach Sjövik in Schweden. Mit 40 Jugendlichen, 2 Kindern und 8 Mitarbeitenden sind wir dann unterwegs. Da wir diesmal im Haus eine Internetverbindung haben, ist geplant, dass es ein Freizeittagebuch gibt. Ab Dienstagmorgen werden wir versuchen, die Daheimgebliebenen an unserer Fahrt teilhaben zu lassen. Wir freuen uns riesig auf die Freizeit.

09.07.2012 Wir sind gut angekommen

10.07. Der erste ganze Schwedentag

Der Tag begann mit einem späten Frühstück, weil die Einkaufsgruppe erst um halb 11 Uhr vom Einkauf zurückkam. Nach dem Frühstück gab es ein Kommunikationsspiel, bei dem je 2 Gruppen nur mit mündlicher Absprache eine halbe Brücke bauen mussten, über die ein Spielzeugbus gefahren wurde. Erstaunlicher Weise hielten alle vier Brücken. Nach einem Mittagsimbiss gegen drei, gab es dann Lust- und Launeprogramm. Vergebliches Angeln, Schwimmen, Rudern, Singen usw. Nach dem Abendessen gab es Tischspiele und mehrere Runden Wehrwolf und auch die Sauna wurde ausprobiert und für gut befunden. Nach dem Abendabschluss war dann um 23:15 Uhr für die "Jüngeren" Nachtruhe, die "Älteren" durften bis kurz nach Mitternacht aufbleiben. "Für einen Tag, an dem es relativ viel geregnet hat, war es trotzdem super", war der Satz einer Teilnehmerin bei der Nachtrunde.

11.07. Tag der IGs und Lagerratswahl

Der heutige Tag war ein trockener und am Nachmittag sonnig warmer Tag. Das Programm sah IGs vor (Interessengemeinschaften).

Es gab: Bogenschießen, Fußball, Papierlaternen oder Schiffe basteln und Kanufahren am Morgen. Und Fußball, Bogenschießen, Schiffe basteln, Slagline und Schaukel aufbauen, Kanufahren, Angeln und Schwimmen am Nachmittag.

Am Abend wurde der Lagerrat gewählt, die Vertretung der Jugendlichen in wichtigen Entscheidungen: Andy, Gerwin, Sera, Sven, Oliver, Felix W., Justine und Lara.

Die Abendandacht war zum Thema: gewählt, erwählt von Gott und zur Gemeinschaft berufen.

Danach gab es noch eine Sauna für die Jungs, die wollten, um 23 Uhr war im "kleinen" Haus Nachtruhe, und um 24:00 Uhr bei den "Großen".

12.07.

Der Tag begann mit dem Frühstück um halb zehn. Danach tagte das Team erstmals mit dem Lagerrat. Den Rest vom Vormittag gab es wieder IG's, diesmal: Kanufahren, Sport, Busreinigung, Backen und Slaglineaufbau.

Nach dem Mittagimbiss gab es eine kleine Pause, zunächst schien es so, dass uns der Nachmittag verregnet, doch dann kam die Sonne doch noch mal raus. So gab es einige Runden Werwolf, danach ging es an den See. Und wer wollte, konnte in der Sauna bei gemäßigten Temperaturen und in Badeklamotten aufheizen.

Nach dem Curryhühnchen zum Abendessen war zunächst die Abendandacht dran. Licht war das Thema. Zum Abschluss gab es dann die Bluesbrothers im Kuschelkino. Insgesamt ein schöner Tag, trotz eines heftigen Schauers am Abend.

13.07.

Heute war ein Tag, der erst anfing, wíe man es für einen Freitag, den 13., erwartet: mit einem Unfall, der dann aber glimpflich ausging: Die Fensterscheibe zahlt die Versicherung und die Verletzung an der Hand war weniger schlimm, als es zunächst war. Über den Mittag waren wir in Katrineholm bummeln. Am Nächmittag gab es dann Spiel und Spaß am Haus, auf dem Sportplatz und am See. Nach dem Abendessen (Nudeln mit Spinat/Tomatensauce) wurde die Sauna angeheizt, einige paddelten und beim Singstar vergnügten sich viele. Die Abendndacht zum Lied "Man sagt er war ein Gammler" beschloss einen Tag, der alles in allem ein schöner war. jedenfalls viel besser als sein Ruf.

 

14.07. Ein Regentag

Der Tag heute begann mit blauem Himmel und Sonne, hielt dann aber nicht, was er anfangs versprach. Am Morgen gab es IG`s: See, Paddeln, Sportplatz und Einkauf. Gegen Ende des Vormittags kam dann der Regen. Nach dem Mittagssnack ist dann der Fokus auf Schönheit und Wellness gelegt: Tatoos, Mani- und Pediküre, sowie ein Massage waren neben der Sauna angesagt. Am Abend gab es nach der Würstchensuppe ein dreigeteiltes Programm: Werwolf mit Thomas, Quiz mit Helmut und Singstar mit Florian. Der Tag klang mit einer Andacht zum Thema "Ruhe" aus. Und morgen ist schon die Hälfte unserer Zeit in Schweden vorbei. Das feiern wir mit dem Bergfest zum Thema Astrid Lindgren.

15.07. Bergfest

Der heutige Tag war bestimmt von Einkauf und Vorbereitung für das Bergfest, das als Astrid Lindgren Abend geplant war. Verkleidungen wurden gebastelt und diverse Köstlickeiten zum Buffet zusammengestellt: Tortellini-Salat, Kartoffelsalat, Kräuterbutter, Tomate-Mozarella, Backhühnchen, Köttbullar, Rohkost mit Dipps, Salat, Griespudding und Mousse au chokolad. Dazu gabs alkoholfreie Drinks und alkoholfreies Bier. Spielen wie bei Pippi: Eine Strecke gehen, ohne den Boden zu berühren, die Limonade aus dem Limonadenbaum holen, Weitsprung von der Schaukel und Murmeln. Natürlich wurde auch ordentlich Party gemacht, der Boden vibrierte von den vielen Tanzenden. Es gab sogar ein Mitternachtsschwimmen. Noch ist die Party nicht zu Ende- Aber es gibt schon mal die ersten Bilder. In den nächsten Bericht schreibe ich dann auch, wann die Party zu Ende war.

 

16.07. Der Tag danach...

... begann sehr ruhig. Gegen halb 11 kamen die ersten Teilnehmer zum Frühstück. Um 3 Uhr war gestern Nacht im "kleinen Haus Nachtruhe," Manche Große schafften später den Weg nicht mehr hinüber. So war der Morgen bis zum frühen Mittag sehr ruhig. Die Einkaufsgruppe macht noch einen Halt an der Kirche in Floda (liegt fast direkt auf dem Weg nach Katrineholm). Dann gab es die Putz- und Aufräumaktion. Für eine Gruppe ging es nach Julita, einem Heimatmuseum in der Nähe, wo auch Petterson und Findus ihr zuhause haben. Die Daheimgebliebenen paddelten, nutzten die Sauna oder chillten.

Zum Abend wurde gegrillt, danach wurde das Tauschteam gewählt, das die Freizeit am Mittwoch leiten wird. Dann gab es noch Wellness- und Schönheitsmasken, einen längeren Abendabschluss und diesmal eine frühe Nachtruhe, denn Morgen gibt es um 7:30 Uhr Frühstück, da wir um 8:30 Uhr nach Stockholm fahren wollen.

17.07. Fahrt nach Stockholm

Heute stand der Ausflug nach Stockholm auf dem Plan. Leider war der Tag nicht ganz so erfolgreich wie geplant. Das lag zunächst daran, dass vor dem Wasa-Museum eine Riesenschlange war. Da wir keine Lust hatten, zwei Stunden zu warten, um ins Museum zu kommen, sind wir dann in die Altstadt gefahren und vor dem Schloss ausgestiegen. Dort bekamen wir dann gleich eine Wachablösung geboten. Dann erkundeten wir in kleinen Gruppen die Stadt, ließen etliche Kronen in den Läden. Ein heftiges Gewitter mit ordentlich Regen machte aber einem geruhsamen Sightseeing einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Da einige Teilnehmer ziemlich nass geworden waren, verzichteten wir darauf, noch einmal das Vasamuseum zu besuchen, sondern machten uns auf den Weg nach Hause. In Hälleforsnäs kauften wir den kleinen Konsum leer, was Elchbrot, Hackfleisch und Tomatenpüree anging. Zum Abendessen gab es Spaghetti Bolognese, danach fanden noch einige IG's statt, das gestern Abend gewählte Tauschteam plante den morgigen Tag. Der Tag wurde beschlossen mit einer Andacht zum Thema "den Moment leben". Und morgen kommt dann der Teamtauschtag.

18.07. Teamtauschtag

Der Teamtauschtag begann mit einem späten Frühstück um 10 Uhr. Nach dem Spülen ging es auf den Sportplatz, wo ein kombiniertes Fußball- und Volleyballturnier stattfand, das wohl vom Team um Helmut und Busfahrer Sascha gewonnen wurde: bei vier Siegen in vier Volleyballspielen und 3 Siegen und einem Unentschieden im Fußball müsste ihnen der erste Platz eigentlich sicher sein. Nach einem Mittagsimbiss scheiterte der Versuch im Hallenbad in Katrineholm zu baden an den Öffnungszeiten. Aber das war nicht so schlimm, denn am späten Nachmittag wurde es noch einmal richtig sonnig. So konnten am See und auf dem Sportplatz IGs stattfinden.

Nach dem Abendessen (typisch schwedisch: 12 kg Köttbullar mit Kartoffelpürree und Salat), gab es eine frühe Andacht, die das Tausch-Team vorbereitet hatte. Mit insgesamt 6 Liedern und wenigen Worten wurde das Thema Weg durchdacht und durchsungen.

Der Rest des Abends ist schnell erzählt. Etwa die halbe Gruppe schaute einen Film, eine Gruppe war in der Sauna, und ein paar sangen unten am See bis es zu dunkel wurde, um Noten und Texte zu lesen: Die mitternächtliche Angeltour war leider erfolglos. Aber gottseidank hängt unsere Ernährung nicht vom Angelerfolg ab. Ein schöner Tag war es, leider schon der drittletzte, den wir ganz in Schweden verbringen. 

19.07. Wikingertag

Eigentlich schon für den 10.07. geplant fand heute der Wikingertag in etwas abgespeckter Form statt. In 6 Gruppen, die als verschiedene Clans zu einem Treffen zusammenkamen, wurden diverse Wettbewerbe veranstaltet. Neben der Gestaltung von Helmen und der Kreativität bei dem Erstellen von Schlachtruf bzw. Schlachtgesang. Da gab es den Wassertransport, Helmweitwurf, den Achtbeinlauf und das Entern einer Insel. Am Ende gab es dann zwei Sieger, die Clans Askarbären und Snabaste. Alle Teilnehmenden konnten eine Urkunde entgegen nehmen. Zum Abendessen gab es Chili con carne und danach fand dann auch die Siegerehrung für das gestrige Sportturnier statt. In der Abendandacht ging es um die rechte Größe, das verlieren und auch siegen können. Und morgen beginnt dann schon der letzte ganze Tag in Schweden

20.07. Letzter ganzer Tag in Schweden

Der letzte Tag in Schweden begann bei Sonnenschein mit einem späten Frühstück um 10 Uhr. Als Vormittagsprogramm gab es die Rallye, die eigentlich für den Abend des Team-Tausch-Tages vorgesehen war. So waren die TN unterwegs und das Team konnte mit dem Sortieren und Verpacken des Materials beginnen.

Nach dem Mittagsimbiss fuhr der Bus ein letztes Mal nach Katrineholm, um die letzten schwedischen Kronen auf den Kopf zu hauen. Jetzt warten wir auf das Abendessen:Königsberger Klopse mit wahlweise Kartoffeln, Nudeln oder Reis. Außerdem ist das Aufräumen der Zimmer angesagt, dass es morgen um 10 Uhr mit der Abfahrt gut klappen kann. Der Abend wird dann ruhig ausklingen: mit einer Diashow zum Rückblick, mit einer Abendandacht und mit - wenn das Wetter mitmacht - noch einen Sprung in den See.

Und morgen geht dann der Wecker ziemlich früh, weil wir nach einem schnellen Frühstück noch das ganze Haus reinigen und den Bus packen müssen. Es wird also wahrscheinlich eine kurze Nacht. Und dann sind die Schwedentage fast vorbei. Etwa 60 Gigabyte Fotos sind gemacht, da fällt schon jeden Abend die Auswahl schwer, welche in die Homepage gesetzt werden sollen.

Heute sind fast keine Fotos gemacht worden, deshalb jetzt erst einmal diesen Zwischenbericht ohne Bilder. Die Bilder des Tages werden dann später hochgeladen. Da ich nicht weiß, ob ich heute Nacht noch die Muße habe, Bilder hochzuladen, schließe ich das Tagebuch einfach so ab. Vielleicht gibt es am Montag ja dann noch ein paar Bilder und Nachrichten.

21.07. Wir sind heil zurück

Eine lange und insgesamt ruhige Heimreise liegt hinter uns. Gegen 4:40 Uhr stand der JABO-Bus vor dem Gemeindezentrum Tersteegenstraße. Wer konnte, verschlief den größten Teil der Fahrt. Um 5 Uhr war der Bus dann leer und die ersten Eltern trafen ein, um ihre Kinder in Empfang zu nehmen. Wie schnell ist diese Freizeit herumgegangen, es waren Tag voller Begegnungen, Erleben und wir hatten viele schöne Erlebnisse. Das alles ginge nicht, gäbe es da nicht die ehrenamtlich Mitarbeitenden, die ein gutes Stück eigener Freizeit / eigenen Urlaubs in den Dienst der Freizeit stellten. Darum geht amEnde ein ganz großes Dankeschön an Thomas Braun, Jana Fromm, Florian Hafner, Carsten Heinrichs, Marc Loeck und Sarah Moll. Es ist einfach gut, dass es Menschen wie Euch gibt.

Ganz herzlich danken wir auch unserem Busfahrer Sascha, der uns nicht nur sicher hin und her kutschierte, sondern sich in die Gruppe mit einbrachte, wo er es konnte, sei es beim morgendlichen Obstschnibbeln, sei es beim Programm.

Und ein letzter Dank gilt den Teilnehmenden, die es uns meistens leicht gemacht haben, die Freizeit zu leiten. Und schon geht das Planen für das nächste Jahr los.