Tagebuch der Jugendfreizeit in Schweden

Samstag, 11.07. und Sonntag, 12.07.

Am Abreisetag war frühes Wecken angesagt. Um halb sieben wurden die, die tatsächlich geschlafen hatten, geweckt. Dann hieß es: schnell fertig machen und die Koffer packen und Material und Koffer an der Straße sammeln, damit alles am Bus ist, und das Packen beginnen konnte. Das Packen den Busses klappte so gut, dass wir schon um 8:30 Uhr nach der Hausübergabe die Heimfahrt antreten konnten. Der Vermieter war mit dem Aussehen der Räume und unserer Putzleistung sehr zufrieden und wir haben das Haus für 2017 schon mal vormerken lassen. In nächsten Jahr ist leider unser Freizeittermin dort nicht möglich. Auf der Rückfahrt tauschten wir zunächst die letzten Pfandflaschen um und entsorgten den Müll. Dann lief es ganz ruhig. In der Nähe von Lund gab es eine Verpflegungspause. Danach ging es über die Öresundbrücke Richtung Dänemark. Sechs Kilometer vor dem Hafen in Rödby begann dann der Stau wegen des hohen Verkehrsaufkommens. Für diese sechs Kilometer brauchten wir dann fast zweieinhalb Stunden. Das war nervig. Als wir in der Spur zur Verladung standen, verteilte aber ein Mann der Scandlines Gratiseis und versüsste so die Wartezeit. Die Überfahrt verlief ruhig und die meisten verbrachten sie auf dem Sonnendeck. Danach verlief die Rückfahrt ohne große Zwischenfälle. In Hamburg am Flughafen übernahm Günter den Bus von Holger, der mehr als ein guter Busfahrer und Begleiter war. Er brachte sich in der Küche, beim Spülen, beim Kaffeekochen, bei Schwierigkeiten mit der Elektrik immer helfend mit ein (Ich glaube, wir haben in der ganzen Zeit, ein einziges Mal morgens den Tisch selbst gedeckt). Und sein Arbeitsende wurde mit begeisterten Ablaus aller Mitfahrenden gefeiert. Er bekam ein gestaltetes Hemd mit allen Unterschriften als erstes Dankeschön. Um kurz nach 4 Uhr waren wir dann wieder am Gemeindezentrum. Dort wurde der Bus ausgeladen, alle Teilnehmenden und Mitarbeitenden abgeholt und unsere diesjährige Schwedenfreizeit endete müde, aber glücklich. Gott-sei-Dank ist nichts zu Schlimmes passiert. Wir hatten ein super Wetter, den besten Busfahrer der Welt, nette Teilnehmende, was will man mehr. Danke, Gott, für diese wunderschöne Freizeit. (Bilder folgen hoffentlich noch!)

Freitag, 10.07.

Der letzte ganze Tag in Schweden. Er begann mit einem Frühstück um halb 10 Uhr, dann folgten die IG'S T-Shirtmalen, Sportplatz, Spielen und Andacht. Um 13 Uhr gab es einen Mittagssnack. Danach machten wir uns ans Aufräumen und Packen. Zum Abendessen gab es dann noch einmal 10 kg Köttbullar mit Kartoffelpürree und allem, was das Haus noch an Gemüse zu bieten hatte, sowie eine leckere Quarkspeise. Um 21 Uhr gab es dann den langen Abendabschluss mit sieben Liedern, in der wir auf die einzelnen Freizeittage zurückblickten und die einige zu Tränen rührte. Anschließend wurde ums Lagerfeuer am See gesessen und gesungen. Alle, die wollten, machten noch eine Nachtwanderung und schließlich sollte um 1 Uhr Nachtruhe sein. Das Team räumte noch in der KÜche auf und putzte den Saal. Dann war auch der letzte ganze Tag in Schweden um. (Bilder folgen hoffentlich noch)

Donnerstag, 09.07.

Heute findet der für letzten Freitag geplante Ausflug nach "High Chaparall" statt. Am letzten Freitag hatten wir ob der Hitze auf diesen Ausflug verzichtet. Gar keine schlechte Wahl, denn heute war das Wetter für einen Ausflug wie diesen besser geeignet. Um 7:30 Uhr war das Frühstück, sehr früh, um halb 12 enterten wir dann die Westernstadt. Ausgerichtet auf Familien und Kinder kamen wir bei der Western-Show auf unsere Kosten. Auch ohne Schwedischkenntnisse war die Handlung gut zu verstehen, da die Bösen alle in Schwarz oder auf jeden Fall dunkler als die guten gekleidet waren. Die Kinder mit ihren Pistolen waren eingebunden in das Spiel und am Ende gewannen natürlich die Guten. Und als dann durch den Ruf "Aufwachen" auch die Erschössenen Bösen wieder auf den Beinen waren, konnten alle sehen, es war nur ein Spiel. Mit einigen schönen Stunts und jeder Menge Knallerei. Man konnte im Tipi im Indianerdorf herrlich entspannen oder sehen, wie Zorro im mexikanischen Teil des Lagers seine Liebste rettete.

Und verhungern musste man auch nicht. Nach einem heftigen Schauer sind wir dann um 15:30 Uhr wieder zurückgefahren.

Ob des frühen Aufstehens gab es nach dem Abendessen (Gyros mit Zaziki und Brötchen und Salat) nur noch IGs: Einmal Fantasy-Science-Fiction-Film, einmal: Film fürs Herz, die IG Sauna und die IG Schlafen. Kaum zu glauben, aber jetzt ist die Freizeit schon fast vorbei, die Tage sind wie im Flug vergangen.

Mittwoch, 08.07.

An Fionas Geburtstag gibt es um 09:30 Uhr Frühstück. Der Tisch ist festlich geschmückt und natürlich haben wir auch "Happy birthday" gesungen. Am Morgen des Teamtauschtages gibt es IG's: Von Schwimmen, über Brettspiele, Backen bis Tennis. Zum Mittagessen gibt es Wraps, sehr lecker. Am Nachmittag gibt es ein gemischtes Sport und Rateprogramm, das fast drei Stunden gedauert hat. Nach dem Abendessen (Spaghetti mit Bolognese oder Schinken-Sahne oder einfacher Tomatensauce) gibt es ab 21:00 Uhr eine Fete zu Fionas Geburtstag. Mit den Schwarzlichtern und den dazugehörigen Schminkfarben sehen manche echt "gefährlich" aus. Um 22:45 Uhr wird mit einem Segenskreis die Feier beendet und die Nachtruhe eingeleitet. Wir haben morgen den Ausflug nach "High Chaparall" vor und die Fahrt dahin dauert etwas über 2 Stunden und deshalb gibt es schon um 7:30 Uhr Frühstück.

Dienstag, 07.07.

Heute Morgen gibt es Pancakers zum Frühstück, die hat die Gruppe von Seraphina mit Holgers Unterstützung gemacht. Danach fährt der größte Teil der Gruppe nach Kosta, wo wir den Glasbäsern zuschauen und erklärt und zu sehen bekommen, wie aus einem Klumpen Glas eine wunderschöne Schale wird, wirklich beeindruckend. Nach der Rückkehr gibt es ein Chaosspiel im und um das Haus. Nummern und Codeworte müssen gesucht werden. Zum Abendessen gab es Fischstäbchen mit Spinat und Kartoffelpürree. Für die, die keinen Fisch mögen, gab es ein oder mehrere Spiegeleier. Das bringt mich darauf, dass es beim Einkauf öfter mitleidige Blicke gibt, wenn wir mit drei bis vier vollen Wagen an der Kasse stehen. Heute z.B. haben wir 300 Fischstäbchen, 10 kg Spinat und 10 Kilo Schweinelummer geholt. Dazu die üblichen 10 Elchbrote, mehrere Kilo Käse und Wurst und natürlich auch die Getränke: 15 Liter Milch, 40 Liter Saft, gestern abend hatte ich noch 96 Liter Mineralwasser geholt: Dazu kam noch Obst (5kg Äpfel, 2 kg Birnen, 3kg Nektarinen, 4 kg Bananen und 2 kg Weintrauben), 5 Packungen Schokoflakes, 4 kg Mehl, 2 Kilo Zucker, eine ganze Menge Kleinigkeiten und wieder waren fast 4000 Kronen weg (ca. 450 Euro). Wie gesagt, wir kamen mit 3 Wagen hin, also ein eher kleiner Einkauf.

Am Abend gab es verschiedene IG's, das Tauschteam bereitete den morgen anstehenden Teamtauschtag vor. Die Abendandacht beendete einen schönen Tag, an dem es nur am Abend ein wenig geregnet hat. Um Mitternacht gratulierten wir alle dem Mittwochsgeburtstagskind Fiona.

Montag, 06.07.

Zum ersten Mal werden wir wach, und der Himmel ist nicht blau. Trotzdem wird es heute einen Ausflug nach Kalmar geben und wenn das Wetter es zulässt, werden wir am Nachmittag einen Strand südlich von Kalmar in der Ostsee baden. Das war der Plan am Morgen. Und zumindest den ersten Teil haben wir auch so ausgeführt. Wir sind nach Kalmar gefahren und haben dort in knapp 3 Stunden die Stadt erkundet. Die Domkirche bestach durch Taufstein und Kollektomat (siehe Fotos). Alle haben lecker gegessen und manche Krone wurde umgesetzt. Die Mehrheit entschied sich dann aber gegen den Strand, so sind wir nach Hause gefahren, wo es IG's gab (von Singstar bis Sport). Am Abend wurde dann noch das Tauschteam gewählt, denn übermorgen ist der Teamtauschtag, an dem 8 von den Teilnehmern selbst gewählte die Freizeitleitung übernehmen: Mac, Christin, Laurids, Oli, Caro, Nele, Pauline und Jana. Nach der Andacht war dann um 23:10 Uhr Nachtruhe.

Sonntag, 05.07.

Der Tag nach dem Bergfest war auch wieder sommerlich heiß und begann mit einem Frühstück zwischen 10:30 Uhr und 12 Uhr. Das Wetter drängte alle nach draußen. Eine Rutschbahn wurde aufgebaut, geschwommen und gepaddelt. Am Abend gab es dann nach den Burgern drei Spielerunden: Activity, "Die Ganoven von Death Valley" und Strandspiele. Die Andacht zum Abschluss des Tages bestand aus vielen Liedern und einem Segenskreis. Negativ: Jana hat jetzt einen Gips an der Hand, der Aufenthalt im Krankenhaus in Växjö dauerte von 8:40 Uhr bis 14:05 Uhr (dazu kommt je noch eine Stunde  Fahrt). Positiv: Dörthe kam mit nur 2 Stunden Verspätung in Växjö an und begleitet uns die letzten fünf Tage.

Samstag, 04.07.

Der Bergfesttag, auch wieder sommerlich heiß. Den ganzen Tag über wurden Vorbereitungen getroffe n, unterbrochen von einem Sprung in den See. Das Einkaufen dauerte bis 16 Uhr und es dauerte recht lang, bis alles fertig war. Dann konnte das Fest mit einem Abendessen vom Grill oder Chili Concarne eingenommen werden. Die Mousse au chokolad von 1800 Gramm Schokolade hatte nur eine kurze Lebensdauer. Dann wurde gespielt, anschließend getanzt, richtig Squaredance und hinterher bis in die Puppen gefeiert. Einziger Wehrmutstropfen: Jana verletzte sich und musste einmal nach Växjö ins Krankenhaus. Die Krankenhausgruppe war rechtzeitig zur Nachtruhe um 2:30 Uhr zurück.

Freitag, 03.07.2015

Der nächste Super-Sonnen-Tag. Also gab es wieder Spiel und Spaß am. im und auf dem See. Einige besuchten die Glashütte in Maleras, doch die meisten waren im und am Wasser. Nach dem Abendessen (Curryhuhn mit Reis, bzw. Linsencurry mit Reis), gab es diesmal zuerst den Abendabschluss und anschließend den Film "A million ways to die in the west." Viele Fotos wurden heute nicht gemacht. Dafür war es wohl zu heiß.

Donnerstag, 02.07.2015

Super-Sonnen-Freizeittag. Für den größten Teil der Gruppe spielte sich das Programm heute am, im und auf dem See ab. Einige wenige spielten Tennis, ein paar besuchten die Glasbläserei in Maleras, es wurde genäht und Flugzeuge gebaut. Nach dem Abendessen gab es dann den Wellnessabend mit Sauna, Massage, Gesichtsmasken, Tattoomalen und Fingernägel lackieren. Leider haben sich einige einen Sonnenbrand geholt und die Elektrik verzögerte das Kochen der Ratatouille. Ein super schöner Sommertag ging mit der Andacht gut zuende.

Mittwoch, 01.07.2015

Heute war der erste Ausflugstag. Deshalb gab es das Frühstück schon um 8:30 Uhr. Denn um 09:30 Uhr führte uns der Weg zur Kleva Gruva, einer alten Erzmine, die wir in 2 Gruppen besichtigten. Drinnen gab es keine Mücken, kein Wunder bei 3 Grad Celsius Grubentemperatur. Es war eine ziemlich gefährliche und lebenseinschränkende Arbeit. Grubenarbeiter hatten in der Regel eine Lebenserwartung von etwa 30 Jahren. Parallel wurde Gold gewaschen und einigen gelang es tatsächlich wirklich sichtbare Mengen zu waschen. Nach einem Picknick fuhren wir dann nach Växjö, die größte Stadt in direkter Umgebung. Dort gab es 2 Stunden Zeit zum Shoppen und Essen, ehe dann Bus und Auto beim Willys hielten, wo der 2. Großeinkauf der Freizeit stattfand. 4 volle Einkaufswagen sollten aber auch die nächsten zwei Tage reichen. Gegen 20 Uhr waren wir zurück. Jetzt gibt es noch ein wenig Wellnessprogramm (die Sauna ist schon heiß), dann gibt's den Abendabschluss (Und irgendwann heute nacht hoffentlich auch Bilder).

Dienstag, 30.06.2015 (Fortsetzung)

Leider gab es Probleme mit dem Internet. Darum jetzt erst einmal der Text zum gestrigen Tag (Bilder folgen dann hoffentlich heute Nacht). Nach dem Frühstück gab es die ersten IG's, wobei der Sportplatz am attraktivsten schien. Es wurden aber auch die Lichtertüten für die Abendandacht gestaltet und Flugzeuge aus Styropor gebaut, die tatsächlich gut flogen, sowie Tennis gespielt und Kanu gefahren. Am Nachmittag war dann der See, an den es die meisten zog, es gab ein vollgelaufenes Kanu, aber das Bay-Watch-Team hatte die Lage im Griff. Nach dem Grillen gab es in Anlehnung an das Wehrwolfspiel, eine große Runde "Die Banditen von Death Valley" und es wurde lang und ausdauernd in kleiner Runde gesungen.

Die Abendandacht beschloss einen schönen sonnigen Tag.

Dienstag, 30.06.2015

Schon um 7:45 Uhr ging es los. 4 Schwimmerinnen und eine ganze Menge Jogger begannen den Tag sportlich. Jetzt gleich gibt es Frühstück und dann kommt der lange IG (Interessen-Gemeinschaft) - Tag: von sportlich bis kreativ. Dazu scheint jetzt schon die Sonne. :-)

Montag, 29.06.2015, Fortsetzung

Nach dem Frühstück um 9 Uhr gab es am Vormittag Spiele in der gesamten Gruppe. Zum Mittagessen gab es die Reste der Bolognese-Sauce von gestern, sowie Brote. Am Nachmittag gab es dann zum besseren Kennenlernen in den Arbeitsgruppen ein Teamwettbewerb, bei dem ein neues Designergetränk entworfen und präsentiert - inklusive Radiospot und diverser Grafiken. Diese Vorbereitung dauerte fast bis zum Abendessen: Diesmal Köttbullar, Gräddsos, Kartoffeln und Gurkensalat. Danach war dann die Präsentation. In 8 verschiedenen Kategorien gab es 8 verschiedene Sieger. Die drei leckersten Getränke werden für das Bergfest in größeren Mengen hergestellt. Zum Tagesabschluss gab es eine Andacht zum Thema "Miteinander".

Montag, 29.06., morgens vor dem Frühstück

Das mit der Nachtruhe hat ganz gut geklappt. So konnten wir abends im Team noch die Arbeitsgruppen auslosen und den Arbeitsplan fertigstellen. Für die, die am Morgen schauen auch der Tagesplan (siehe Bilder). Um 08:00 Uhr zeigt sich der Himmel noch bedeckt.

27.06./28.06. Hinfahrt und Ankunft

 

Die erste Überraschung erlebten wir am Samstagmittag beim Packen. Wir hatten schon befürchtet, dass wir ein Teil des Materials gar in den Bus bekommen, aber das Wiedenhofffahrzeug war gut zu packen und tatsächlich passte alles rein. Relativ pünktlich fuhren wir dann um 16 Uhr los, holten Fahrer Holger, der mit uns in Schweden bleibt, am Hamburger Flughafen ab. Dieses Mal Schweden gab's nur die Fähre von Puttagarten nach Rödby. Von der Überfahrt über die Öresundbrücke bekamen nur wenige etwas mit: halb vier ist aber auch ziemlich früh am Morgen.

Um halb 10 Uhr sind wir heil, aber müde in Alstermo angekommen. Zunächst haben wir das Haus bezogen und dann gab es Würstchen mit Salat und Kartoffelpürree zum Mittagessen. Am Nachmittag wurden die Slagline, einige Hängematten und ein Schaukelsessel aufgebaut, eine große Gruppe pilgerte zum Fußballplatz und eine kleine Gruppe fuhr per Rad zum hiesigen kleinen Supermarkt. Später wurden verschiedene Kartenspiele wurden ausprobiert. Zum Abendessen gab es Nudeln mit Bolognesesauce. Da sich das Spülen hinzog, fiel das Abendprogramm aus. Der Abendabschluss wurde wegen "Mückenalarm" nach drinnen verlegt. Um 22:30 Uhr war Nachtruhe. Entgegen der Ankündigungen hatten wir Regen nur am frühen Morgen während der Busfahrt. Und jetzt soll es von Tag zu Tag sonniger und wärmer werden.

 

Juchu! Internet klappt, also gibt es ein Tagebuch: Wir sind gut angekommen und haben uns schon eingerichtet. Ab Morgen dann Texte und Bilder! Es ist relativ warm (über 20 °C und wolkig bis heiter).