Über uns

Zur evangelischen Kirchengemeinde Ketzberg, im Solinger Ortsteil Gräfrath gelegen, gehören etwa 3100 Gemeindeglieder. Sie ist vor 140 Jahren als Abspaltung von der Kirchengemeinde Wald entstanden
und hat seit dem Jahr 1873 die Kirche an der Lützowstraße als ihre Mitte. Hier finden die Gottesdienste statt.
Im nahe gelegenen Gemeindezentrum Tersteegenstraße treffen sich die meisten Gruppen der Gemeinde. Zur Gemeinde gehören weiterhin der neben der Kirche
gelegene Friedhof und die Kindertagesstätte Theresienstraße.
Die Evangelische Kirchengemeinde Ketzberg lebt von den vielen Menschen, die sich haupt- und ehrenamtlich in ihr engagieren, so wie es auch im Logo der Gemeinde zum Ausdruck kommt: in
unterschiedlichen Gruppen und mit verschiedenen Menschen wird hier in Ketzberg Gemeinde gelebt. Das Kreuz verbindet die unterschiedlichen Gruppen und verschiedenen Menschen, es stiftet die
Gemeinschaft: und nicht nur die hier in Ketzberg, sondern die Gemeinschaft der weltweiten Christenheit.
Gegenwärtig aber erleben wir eine Zeit, in der wir durch zurückgehende Finanzkraft gezwungen sind, schmerzliche Einschnitte in die hauptamtliche Arbeit der Gemeinde zu vollziehen. Davon sind alle
Bereiche betroffen:
Die Kirchenmusikstelle musste im Sommer 2005 auf 75% gekürzt werden.
Die Jugendleiterstelle wurde im Februar 2006 auf 50% gekürzt.
Die zweite Pfarrstelle wurde zum 01.09.2007 aufgehoben.
Die Schließung der KiTa Theresienstraße zum 31.07.2009 wurde beschlossen, durch die Arbeit von “Rettet Kita” und die eingegangenen Gelder konnte der Schließungstermin bis zum 31.07.2013 nach hinten
geschoben. Dafür sind wir sehr dankbar.
Trotzdem reichen diese Einsparungen nicht aus. Im Jahr 2010 zog das Pfarrerehepaar in eine Wohnung an die Donaustraße, das Pfarrhaus wurde verkauft nach dem Motto “Steine vor Menschen”.
Dennoch musste die Kirchenmusikstelle noch im Jahr 2010 auf 50% gekürzt werden. Mittlerweile hat sich die Gemeinde mit dem Chorverein “Wi4r Stimmen für Ketzberg e.V.” darauf geeinigt, dass alle
Chöre, die den Streichungen zum Opfer fielen, die Young Voices, der Klassikchor und der Gospelchor unisono, weiter im Gemeindezentrum angesiedelt bleiben. Für die Unterstützung durch den Chorverein
sind wird wir auch sehr dankbar.
Doch auch damit ist der Haushalt der Gemeinde noch nicht langfristig saniert. So wurde die Küsterstelle auf 80% reduziert.
Und auch der Miniclub wird ab dem September 2011 nicht mehr von der Gemeinde finanziert, sondern als private Gruppen weiterlaufen. Diese Veränderung bietet den Eltern aber größere Möglichkeiten als
bisher, denn der Miniclub findet dann an 5 Vormittagen in der Woche mit längeren Öffnungszeiten statt.
Manches an Gruppen und Arbeit kann von ehrenamtlich Mitarbeitenden aufgefangen werden, für manche Arbeit finden sich unterstützende Gruppen und Vereine, doch wahrscheinlich wird einiges von dem, was
in den letzten Jahren das Bild der Gemeinde mit geprägt hat, wegfallen. Trotzdem haben wir festen Boden unter den Füßen, getragen von dem Herrn, der den Seinen versprochen hat: “Siehe, ich bin bei
euch alle Tage bis an das Ende der Welt.” (Matthäus 28,20)
Die im Oktober 2007 beschlossene Gemeindekonzeption gibt nähere Auskunft über Ziele und Strukturen, wobei sie an manchen Punkten von der Wirklichkeit
längst überholt ist und demnächst einer Überarbeitung bedarf.
